Leipzig (dpa/cm) | Der Deutsche Wetterdienst hat eine Wetterwarnung herausgegeben. Nach den Schnee- und Regenfällen der vergangenen Nacht erreicht heute Sturmtief Niklas Deutschland und bringt schwere Sturm- und Orkanböen mit sich. Das Tiefdruckgebiet zieht von der Nordsee im Tagesverlauf weiter nach Osten und erreicht am Abend die Ostsee. Im Laufe des Tages zieht Niklas dann auch über Sachsen-Anhalt.

So erwarten Meteorologen ab dem frühen Nachmittag viel Regen und extremen Wind. Bis ins Tiefland müsse mit orkanartigen Böen von 85 bis 100 km/h (Bft 9-10) gerechnet werden. In Schauern und einzelnen Gewittern werden zeitweise orkanartige Böen bis 115 km/h (Bft 11) erwartet. Auf dem Brocken sowie in den Kammlagen vom Thüringer Wald und Erzgebirge wird das Wetter noch ungemütlicher. Hier sind extreme Orkanböen überörtlich von mehr als 140 km/h möglich!

Zu dem Wind gesellt sich kräftiger Niederschlag. Östlich der Elbe und im Oberharz kann wie am Dienstagmorgen teils noch Nassschnee bis in tiefe Lagen fallen. Vorübergehend müsse mit Glätte durch Schneematsch gerechnet werden, warnen die Metereologen. Später steigt die Schneefallgrenze von Westen her aber rasch auf über 1000 m an, so dass die Glättegefahr nachlässt. Bis in die Nacht hinein soll das Wetter aber sehr stürmisch und nass bleiben.

Die Elbfähre in Aken hat unterdessen wegen des Sturmes den Betrieb eingestellt. Seit Dienstagfrüh müssen Pendler zwischen Aken und Zerbst mehr Zeit einplanen und einen weiten Umweg in Kauf nehmen. Die Behörden haben den Fährverkehr über die Elbe bei Aken eingestellt.

Für die Feiertage sieht es zumindest etwas besser aus. Zu Ostern soll es dann nur noch vereinzelt Niederschläge geben. Es wird aber den Prognosen zufolge recht kühl. Nachts und morgens soll es Frost geben. Tagsüber werden zwischen fünf und acht Grad erwartet.