Für Arvid Gansäuer (11) war es bislang immer ein unangenehmes Gefühl, den ganzen Tag in seinen Schuhen zu verbringen. "Meine Fußsohlen haben viele Schweißdrüsen. Deshalb bekomme ich schnell feuchte Füße." Aber Arvid wollte nicht erst abwarten, bis Firmen irgendwann vielleicht die perfekte Einlegesohle für ihn erfunden haben. "Ich glaube, dass auch einige andere Menschen an Schweißfüßen leiden, deshalb habe ich kurzerhand meine eigene Sohle entwickelt."

Arvid zeigt mithilfe eines Messgeräts, dass seine Innovation mehr Feuchtigkeit absorbiert als herkömmliche Schuh-Einlagen aus dem Einzelhandel. Sowohl die Bambus- als auch Leder- und Zedernholzsohlen schneiden schlechter ab als seine mehrschichtige Einlage. Aber woran liegt`s denn nun? "Das hängt vor allem mit dem Aufbau der Einlage zusammen, für den ich mich entschieden habe", erzählt der Schüler des Hallenser Sportgymnasiums. Die oberste Schicht besteht aus Seide. "Sie hat den Vorteil, dass sie antibakteriell und angenehm zu tragen ist." Darunter liegt eine Schicht aus Wolle, welche ein Drittel Wasser aufnehmen kann, ohne sich unangenehm anzufühlen. Die übrige Feuchtigkeit wandert in die dritte Lage, das Kieselgel. Als letztes folgt eine dünne Gummisohle, welche die Einlage rutschfest macht.

Ziemlich durchdacht, die Idee von Arvid. Und dazu noch hübsch anzusehen. Doch bei einer Sache muss er passen: "Zusammengenäht hat die Einlage meine Mama", gibt der Turner lachend zu. Trotzdem besteht die Möglichkeit, dass es Arvids Produkt gegen Schweißfüße vielleicht bald im Schuhladen um die Ecke zu kaufen geben wird: Die Juroren haben sein Projekt mit dem ersten Platz in der Kategorie Arbeitswelt geehrt.