Kleiner Mann mit großer Garderobe: Das weltberühmte "Manneken Pis" wird in Designer-Klamotten gesteckt. Der französische Modezar Jean-Paul Gaultier hat die berühmte Bronzestatue des pinkelnden Jungen zur Lesben- und Schwulenparade in Brüssel eingekleidet. Sozusagen "Haute pipi".

Das gelockte Haupt des "Manneken Pis" ziert jetzt eine schwarze Mütze mit Hörnern; die soll den rebellischen Charakter der Figur unterstreichen. Die gerade mal 61 Zentimeter hohe Statue überrascht zu besonderen Anlässen immer wieder mit neuem Outfit. Und das bereits seit dem Jahr 1698.

Das stämmige Kerlchen hat sogar eine eigene "Einkleiderin". Bei Länderspielen posiert das 1619 geschaffene Männlein im Trikot der belgischen Nationalmannschaft; an Geburtstagen von Elvis Presley oder Wolfgang Amadeus Mozart wird es verkleidet; am Welt-AIDS-Tag wird es in ein übergroßes Kondom gesteckt.

Das Gaultier-Outfit ist bereits das 929. Kostüm. Auch für "Manneken Pis" gilt: Kleider machen Leute."

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