Fienerode (lg) l Genug ist genug! Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Wolf einfach macht, was er will? Statt große umweltpolitische Pläne zu schmieden oder wolfstaugliche Jagdgebiete auszuweisen, hat sich eine Fieneroder Leitkuh am Donnerstag zum Handeln entschlossen. Statt bedeutender Gedanken stellte sie dem Räuber ihren Dickschädel entgegen.

In geübtem Parforceritt stürmte das mutige Tier auf den Gegner zu. Diese Wiese ist zu klein für uns zwei! Ohne Gegenwehr zog der gefürchtete Isegrim den Schwanz ein und flüchtete in den nahegelegenen Kiefernwald. Das siegreiche Rind konnte erfolgreich in die Mitte seiner Herde zurückkehren.

Es ist aber davon auszugehen, dass dieses Ereignis nicht ohne Folgen bleibt. Erweckt von der eigenen Furchtlosigkeit halten Experten bei den Huftieren nun alles für möglich. Die Angst in der Bevölkerung vor räuberischen Kühen wächst stündlich. Angeblich wurden erste Exemplare bereits vor den Toren Magdeburgs gesichtet.