Leipzig (dpa) l Der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn hat in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen am Mittwochmorgen den Zugverkehr nahezu lahmgelegt. Im Regional- und Fernverkehr sowie bei den S-Bahnen rollen nach Angaben der Bahn nur wenige Züge nach einem Ersatzfahrplan. "Dieser ist zuverlässig angelaufen und funktioniert", sagte ein Bahnsprecher am Morgen. Reisende könnte sich im Internet über die Verbindungen informieren.

"Im Fernverkehr rollt so gut wie gar nichts", sagte der Sprecher der Bahn. Lediglich einzelne Züge würden von Leipzig aus Berlin, Frankfurt/Main und München ansteuern. S-Bahnen würden nur stündlich zwischen Coswig und Pirna sowie zwischen Leipzig und Halle fahren. Das seien lediglich fünf Prozent des normalen S-Bahn-Verkehrs. Auch der Regionalverkehr ist mit zehn bis fünfzehn Prozent fahrenden Zügen massiv ausgedünnt.

Der Streik trifft vor allem die ostdeutschen Bundesländer. Grund ist nach Angaben der Bahn der hohe Organisationsgrad der Lokführer-Gewerkschaft (GDL) sowie die Tatsache, dass es keine Beamten gibt, die streikende Lokführer ersetzen können.

Es ist der neunte Streik in diesem Tarifkonflikt seit Anfang September. Ein Ende des Ausstands steht diesmal noch nicht fest.

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