Halle (dpa). Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt gegen eine 26 Jahre alte Mutter, die ihr vier Wochen altes Baby schwer misshandelt und lebensgefährlich verletzt haben soll. Der Frau aus der Nähe von Mücheln (Saalekreis) werde vorgeworfen, das Mädchen am Freitagabend mehrfach stark geschüttelt, mit heißem Wasser verbrüht und auf den Boden fallen gelassen zu haben, teilte Oberstaatsanwalt Andreas Schieweck gestern mit. Der Frau werde schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. "Wir prüfen bei unseren Ermittlungen auch noch, ob ein versuchter Totschlag infrage kommt", sagte Schieweck. Die kleine Marie sei durch die "schweren Attacken" der Mutter lebensgefährlich verletzt worden. Das Baby erlitt unter anderem eine Schädelfraktur. Es werde im Krankenhaus behandelt. "Der Zustand des Kindes ist ernst, aber stabil", sagte Schieweck. Lebensgefahr bestehe nicht mehr.

Die Frau sei überwiegend geständig. Die 26-Jährige gab an, mit dem Baby überfordert gewesen zu sein, so Schieweck. Das Kind habe viel geschrien, ihr seien die Nerven durchgegangen.