Dessau-Roßlau (epd). Der seit 1945 vermisste erste Teil der sogenannten Dessauer Cranach-Bibel hat wieder seinen über Jahrhunderte angestammten Platz in Sachsen-Anhalt. Damit sei nach der Rückführung des Quedlinburger Domschatzes und der Cranach-Altartafeln in Klieken erneut gelungen, ein wertvolles Kulturgut für das Bundesland zu retten, teilte die Kulturstiftung der Länder gestern zur Vorstellung der Bibel in Dessau-Roßlau mit. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zum Rückerwerb befinde sich das Werk nunmehr wieder komplett in Sachsen-Anhalt. Nähere Angaben über Auffindeort, Vorbesitzer oder Kosten machte die Stiftung nicht.

Seit der kriegsbedingten Auslagerung der Anhaltischen Landesbücherei Anfang 1945 galt der erste von insgesamt drei Bibelbänden aus dem 16. Jahrhundert als verschollen. Er soll nach 1945 unterschiedliche Vorbesitzer gehabt haben.