Magdeburg/Gütersloh (dpa/vs). In Sachsen-Anhalt verlassen weiter besonders viele Jugendliche die Schulen ohne Hauptschulabschluss. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor, die am Freitag vorgestellt wurde. Demnach blieben im Jahr 2009 hierzulande 12,3 Prozent der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss, mehr waren es nur in Mecklenburg-Vorpommern (14,1 Prozent). Auch in den anderen Ost-Ländern fällt die Quote hoch aus, bundesweit liegt sie bei sieben Prozent. Die beste Quote erreichte Baden-Württemberg mit 5,7 Prozent. Entgegen dem Bundestrend stieg der Anteil Jugendlicher ohne Abschluss in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Jahr 2008 um 0,2 Prozentpunkte.-

Innerhalb des Landes variiert der Anteil dieser Schulabgänger zwischen 8,1 Prozent in Dessau-Roßlau und 15,6 Prozent im Landkreis Stendal. Bei mehr als 15 Prozent liegt die Quote auch in Halle und im Landkreis Mansfeld-Südharz – über 15 Prozent wurden bundesweit nur in 19 Kreisen erreicht. Über die Gründe für die unterschiedlichen Ergebnisse werden in der Studie keine Angaben gemacht. Dazu müssten spezifische Rahmenbedingungen, Pendlerbewegungen und andere Entwicklungen berücksichtigt werden, heißt es dazu.