Volksstimme und MDR veranstalten am 1. März ein großes Wahlforum.

19 Tage vor der Landtagswahl stellen sich die Spitzenkandidaten Reiner Haseloff (CDU), Wulf Gallert (Linke), Jens Bullerjahn (SPD), Veit Wolpert (FDP) und Claudia Dalbert (Grüne) der Öffentlichkeit.
Veranstaltungsort:AMO KulturhausMagdeburgErich-Weinert-Straße 27

Der Eintritt ist frei.Beginn ist 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr.

Die fünf Spitzenkandidaten von CDU, Linke, SPD, FDP und Grünen werden am 1. März auf einem Wahlforum der Volksstimme und des MDR in Sachsen-Anhalt Rede und Antwort stehen. 19 Tage vor der Landtagswahl stellen sich die Politiker den Fragen von Journalisten und des Publikums.

Magdeburg. Die CDU will auch den nächsten Ministerpräsidenten stellen und würde gern die Koalition mit der SPD fortführen. Allerdings verfolgen beide Parteien vor allem in der Schulpolitik unterschiedliche Richtungen. Welchen Kurs fährt die SPD? Bildet sie mit der Linken vielleicht doch Sachsen-Anhalts erste rot-rote Regierung? Und: Wie will die FDP noch aus dem Stimmungstief kommen? Mit welchen Themen wollen sich die Grünen nach 13 Jahren Landtags-Abstinenz zurückmelden?

Am Dienstag werden sich die Spitzenkandidaten dieser Parteien beim Forum im AMO Magdeburg diesen und weiteren Fragen stellen. Wähler können sich ein Bild von den Politikern machen. Auf dem Podium stehen:

- Reiner Haseloff (CDU), 57, Wirtschaftsminister. Der Wittenberger will Wolfgang Böhmer nachfolgen und Ministerpräsident werden. Seine Partei kommt nach jüngsten Umfragen auf 32 Prozent, würde also stärkste Kraft bleiben. Dennoch könnte die Union die Regierungsmacht an Rot-Rot verlieren. Welche Angebote macht Haseloff der SPD?

- Wulf Gallert (Linke), 47, Fraktionschef: Gallert greift auch nach der Regierungskrone. Noch liegt die Linke laut Umfragen vor der SPD – allerdings schrumpft der Abstand. Die Linke strebt Rot-Rot an, um Gemeinschaftsschulen und einen ganztägigen Betreuungsanspruch für alle Kinder in den Kitas umzusetzen.

- Jens Bullerjahn (SPD), 48, Finanzminister: Von ihm hängt Sachsen-Anhalts politische Richtung ab. Denn die SPD hat zwei Optionen: Die Regierung mit der CDU fortsetzen – oder auf Rot-Rot umschwenken. Diese Variante knüpft Bullerjahn aber an eine Bedingung: Die SPD muss stärker werden als die Linke, da er Gallert den Posten als Regierungschef nicht zutraut.

- Veit Wolpert (FDP), 50, Fraktionschef: Er muss hart kämpfen, damit die bundesweit im Stimmungstief sitzende FDP wieder in den Landtag kommt. Inhaltlich steht die FDP näher an der CDU als an der SPD.

- Claudia Dalbert (Bündnis 90/Grüne), 56, Professorin: Sie hat gute Chancen, mit ihrer Partei nach 1998 wieder in den Landtag zu ziehen. Die Grünen lehnen die A-14-Nordverlängerung ab und wollen stattdessen B 71 und B 189 ausbauen.

Insgesamt 13 Parteien ringen zur Landtagswahl am 20. März um Macht und Einfluss.

Welche Regierungskoalition wünschen Sie sich künftig für Sachsen-Anhalt?

CDU-SPD: (0180) 544331001
SPD-LINKE: (0180) 544331002
Andere: (0180) 544331003
(pro Minute aus dem Festnetz 14 Cent, Mobilfunk maximal 42 Cent)
Rufen Sie Sonnabend ganztägig an.