Wernigerode (ph). Schüler, die schon während der Schulzeit Vorlesungen besuchen und dazu Prüfungen ablegen, können diese Leistungen künftig an allen Hochschulen in Sachsen-Anhalt anrechnen lassen. Darauf einigten sich die Rektoren der Hochschulen während der jüngsten Sitzung der Landesrektorenkonferenz (LRK). Der von LRK-Präsident Armin Willingmann eingebrachte Antrag sei einstimmig angenommen worden, teilte der Zusammenschluss der Hochschulen mit.

In Sachsen-Anhalt gebe es zurzeit rund 150 sogenannte Frühstudenten, so die LRK. Diese besonders begabten Schüler nutzen, zumeist am Nachmittag, Studienangebote an Hochschulen und absolvieren Prüfungen. In Zukunft kommt ihnen dies bei einem späteren Studium nicht mehr nur an der betreffenden Hochschule zugute, sondern auch an den anderen Hochschulen in Sachsen-Anhalt. Der LRK gehören neben den sieben staatlichen Hochschulen – den Unis Magdeburg und Halle, den Hochschulen Magdeburg-Stendal, Harz, Anhalt und Merseburg sowie der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle – auch die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle und die Theologische Hochschule Friedensau (Jerichower Land) an.

Die Rektoren versprechen sich von der Vereinbarung, die Attraktivität des Frühstudiums zu steigern und die Bleibequote begabter Studenten im Land zu erhöhen. Eine vergleichbare Regelung wie in Sachsen-Anhalt gibt es der LRK zufolge in Deutschland nur noch in Rheinland-Pfalz.