Magdeburg (wb). Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) hat die Zusammensetzung des Atomgipfels kritisiert. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Frau Merkel nur Bundesländer mit Atomkraftwerken eingeladen hat. Mit dem Atom-Endlager Morsleben ist Sachsen-Anhalt von der Atompolitik direkt betroffen." Zudem machten die Folgen radioaktiver Unfälle nicht an Ländergrenzen Halt. "Daher besteht kein Grund dafür, einige außen vor zu lassen."

Bullerjahn forderte den Koalitionspartner CDU auf, am Freitag im Bundesrat der von Nordrhein-Westfalen angekündigten Entschließung zum Atomausstieg zuzustimmen. "(CDU)-Wirtschaftsminister Reiner Haseloff versucht den Eindruck zu erwecken, er sei schon immer für den Ausstieg gewesen. Jetzt kann er zeigen, ob er es ernst meint."