Magdeburg (dpa/vs). Linke-Spitzenkandidat Wulf Gallert schließt eine rot-rote Landesregierung unter Führung des SPD-Spitzenkandidaten Jens Bullerjahn weiter aus. Die Wähler hätten die Linke eindeutig zur stärkeren Partei gemacht, sagte Gallert am Tag nach der Landtagswahl.

"Wenn eine Koalition ganz offensichtlich nur deswegen zustande kommt, weil wir Posten anders besetzen als der Wähler es uns vorschreibt, dann reicht die inhaltliche Basis nicht aus." Das würde bei den Wählern zusätzliche Enttäuschung produzieren. Die SPD müsse nun sagen, wie es weitergehen soll.

Gallert rechnet nicht mit einer raschen Festlegung der SPD auf einen Koalitionspartner. "Ich glaube, dass es nicht vor der Wahl am nächsten Wochenende passieren wird." Dann wird in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt. Die SPD würde sich mit einer endgültigen Absage an einen linken Ministerpräsidenten gegenüber der CDU in eine sehr schlechte Verhandlungssituation begeben, sagte Gallert. Dann wüsste die CDU, dass die SPD keine andere Option habe. Die SPD-Spitze hatte am Sonntagabend die Wahl eines linken Ministerpräsidenten an der Spitze eines rot-roten Bündnisses ausgeschlossen.

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