Magdeburg. Die Mordkommission der Polizeidirektion Nord (Magdeburg) ermittelt – wie erst gestern bekannt wurde – seit Donnerstagnachmittag gegen eine 38 Jahre alte Frau aus Magdeburg wegen Totschlags.

Die Polizei hatte am 31. März gegen 13 Uhr von der Betreuerin der 38-Jährigen den Hinweis bekommen, dass sich in deren Wohnung in Magdeburg-Buckau eine Bluttat ereignet haben könnte. Die Wohnungsbesitzerin, die unter anderem aufgrund ihrer Alkoholkrankheit seit geraumer Zeit unter Betreuung steht, habe sich ihr anvertraut, hatte die Betreuerin den Beamten mitgeteilt.

Die Betreuerin hatte der Polizei wenig später die Tat-Wohnung in der Karl-Schmidt-Straße 47 geöffnet. Die Beamten fanden den Lebensgefährten der 38-jährigen Wohnungsinhaberin tot auf. Er war mit einem Küchenmesser erstochen worden und nach erstem Augenschein bereits seit mehreren Tagen tot. Todesursache sind Stiche in die Brust.

Die Tatverdächtige wurde aufgrund ihrer Alkoholkrankheit in die geschlossene Psychiatrie des Magdeburger Universitätsklinikums eingewiesen. Nach Volksstimme-Informationen soll sie per Gerichtsbeschluss dort bis zum Prozess untergebracht werden.

Bevor die mutmaßliche Täterin in die Uniklinik gebracht wurde, soll sie sich zur Tat geäußert haben. Es könne sein, dass sie ihrem 43-jährigen Lebensgefährten "etwas angetan" habe. Doch sicher sei sie sich nicht. An Details und ein Motiv könne sie sich ebenfalls nicht erinnern.

Bei der Tatverdächtigen handelt es sich um eine Frau, die aufgrund von ihr begangener Straftaten polizeibekannt ist. Gegen sie wurde unter anderem wegen Beleidigung ermittelt, und weil sie in der Wohnung gezündelt hatte. Dabei sei sie jedesmal erheblich betrunken gewesen.