Magdeburg. Die FDP von Sachsen-Anhalt hat ihre zentrale Wahlparty im Magdeburger Ratswaage-Hotel veranstaltet. Doch nur wenige Liberale waren in Feierlaune. 20 Minuten vor 18 Uhr hatten sich auf der "Fünf-Prozent-Zitter-Party" nur knapp 50 Mitglieder und Sympathisanten eingefunden, um das Wahlgeschehen im großen Konferenzsaal des Hotels auf zwei Videowänden zu verfolgen. Bereits vor der ersten Prognose war das Ergebnis von rund drei Prozent durchgesickert und hatte für lange Gesichter gesorgt. Dies bestätigte sich dann um 18 Uhr. Betretenes Schweigen im Saal.

Unter den Gästen war auch der FDP-Spitzenkandidat Veit Wolpert. Er trat kurz nach der Verkündung des schlechten Wahlergebnisses ans Mikrofon. "Machen wir uns nichts vor. Es wird nicht für fünf Prozent reichen", sagte er. Er bedankte sich zunächst bei allen FDP-Mitgliedern, insbesondere bei den Jungen Liberalen für ihren Einsatz im Wahlkampf. "Wir haben gekämpft. Da haben wir uns nichts vorzuwerfen." Die FDP stehe für die Freiheit. "Das ist eine Lebensform, mit der auch die Menschen in Sachsen-Anhalt sehr gut leben können", so Wolpert.

Mit Blick auf das gute Abschneiden der Grünen bedauerte der Liberale, dass die Themen der vergangenen Wochen in sehr gravierender Weise auf den Wahlkampf Einfluss genommen haben. Wolpert: "Die äußeren Umstände kamen zur Unzeit." Aber auch unter dem bundesweit schlechten Trend der FDP das ganze Jahr 2010 über haben die Liberalen in Sachsen-Anhalt gelitten.