Von Bernd Kaufholz

Magdeburg. Das Ledersofa war rot, schick – und mit fast 8000 Euro nicht besonders preiswert. Heute ist es fleckig und hat jeden Schick verloren. Und das ist in erster Linie dem Familienhund mittleren Kalibers zu verdanken. Der Gute hatte sich die 2006 erstandene Liegestatt hin und wieder als bevorzugten Ruheplatz auserkoren. Das Sofa war dem tierischen "Angriff" wohl nicht gewachsen und wurde unschön.

Vor der 10. Zivilkammer des Magdeburger Landgerichts landete der Fall deshalb, weil der Kläger, der im Bereich Oschersleben wohnt, behauptet, mit dem Möbelhaus "Domizil" bei Irxleben im Bördekreis abgesprochen zu haben, dass das Sofa neu bezogen wird. 2007 soll das Geschäft zudem zugestimmt haben, dass der Kaufpreis in Höhe von 7900 Euro zurückgezahlt werde, falls ein Neubezug nicht möglich sei.

Allerdings bestreitet "Domizil" inzwischen diese vom Hundebesitzer vorgebrachte Vereinbarung.

Die Zivilkammer unter Vorsitz von Christian Löffler hat nun für den 31. März den Kläger geladen, der den Fall aus seiner Sicht mündlich schildern soll. Außerdem soll ein ehemaliger Mitarbeiter des Möbelhauses als Zeuge erscheinen, um ihn befragen zu können.