Eisleben (epd). Der Magdeburger katholische Bischof Gerhard Feige hat gestern im Zisterzienserinnen-Kloster Helfta bei Eisleben (Landkreis Mansfeld Südharz) einen "Lutherbaum" gepflanzt. Mit der Pflanzung des Apfelbaums aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums im Jahr 2017 setze das Bistum Magdeburg ein Zeichen ökumenischer Verbundenheit, betonte Feige bei der Aktion, die Teil des Projekts "Luthergarten" in Wittenberg ist. Dabei werden bis 2017 an den alten Wittenberger Wallanlagen 500 Bäume gepflanzt.

Die ersten Gehölze waren im November 2009 gesetzt worden. Als Symbol der weltweiten Verbundenheit und Versöhnung der Christen übernehmen Kirchenvertreter aus mehreren Kontinenten jeweils die Schirmherrschaft über einen der Bäume. Zugleich ziehen sie in ihrem Heimatland einen zweiten Baum groß. Pate eines der Bäume im "Luthergarten" ist auch das katholische Bistum Magdeburg, das sich nun als Standort für das Gegenstück das Kloster Helfta ausgesucht hat. An der Andachts- und Segensfeier zu der Baumpflanzung dort nahmen auch die Eislebener Oberbürgermeisterin Jutta Fischer (parteilos), die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, und Kloster-Priorin Schwester Agnes Fabianek teil. Eisleben ist Geburts- und Sterbeort des Reformators Martin Luther (1483-1546).

Der Grundstein für den "Luthergarten" in Wittenberg war bei der Eröffnung der Lutherdekade im September 2008 gelegt worden. Die vom Lutherischen Weltbund angeregte Anlage umfasst bislang rund 100 Bäume.