Iden (dpa). Sachsen-Anhalts Kühe müssen den Vergleich nicht scheuen, sollen aber nach dem Willen der Bauern noch mehr Milch geben. Dies könne unter anderem über eine bessere Fütterung und eine bessere Gesundheit der Tiere erreicht werden, sagte ein Fachmann der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau in Iden (LLFG/Altmark). Auf dem 32. Milchviehhaltertag tauschten dort am Mittwoch Experten Erkenntnisse über die Haltung von Kühen aus.

Derzeit gibt eine Kuh im Land im Durchschnitt 8800 Liter Milch pro Jahr, sagte der Dezernatsleiter für Milchviehwirtschaft und -zucht der LLFG, Thomas Engelhard. Damit liege Sachsen-Anhalt über dem Bundesdurchschnitt (8093 Liter pro Jahr) und etwa im ostdeutschen Mittel (8900 Liter pro Jahr).

Seit der Wende sei die Milchleistung je Tier verdoppelt worden, sagte Engelhard. Unter anderem sei das durch eine bessere Zucht gelungen. Die Bauern strebten nun an, die Milchleistung pro Kuh durch eine längere Lebensdauer der Tiere zu erhöhen. Damit sollen die Kosten in der Milchwirtschaft gesenkt werden.

Etwa 120 000 Kühe werden den Angaben zufolge derzeit in 500 Betrieben Sachsen-Anhalts gehalten. Dort werden etwa eine Million Tonnen Milch pro Jahr produziert.