Der künftige Verlauf der Bundesstraße 190n im Norden Sachsen-Anhalts steht fest. Das Bundesverkehrsministerium hat gestern die rund 70 Kilometer lange Trasse als Teil der sogenannten Hosenträger-Lösung bestätigt. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) sprach von einem Riesenschritt.

Magdeburg. Die B 190n wird die künftigen Autobahnen A 14 (Magdeburg – Schwerin) in Sachsen-Anhalt und A 39 in Niedersachsen miteinander verbinden. Daehre zeigte sich erfreut darüber, dass nun endgültige Klarheit über den Trassenverlauf bestehe. "Für die westliche Altmark bedeutet das einen Riesenschritt nach vorn", sagte er der Volksstimme. Dort sei die Angst groß gewesen, dass die Querverbindung nicht komme. Nun sei auch die Anbindung an die deutschen Seehäfen in trockenen Tüchern, so Daehre.

Die Trasse beginnt an der geplanten A 39 bei Bad Bodenteich (Niedersachsen) und verläuft dann nördlich von Bonese, Hohendolsleben und Osterwohle in Richtung Salzwedel. Salzwedel wird südlich umgangen und im Bereich östlich von Pretzier schwenkt die Trasse auf die vorhandene B 190 ein. Von dort aus verläuft die Strecke bis nach Seehausen im Bereich der vorhandenen B 190 und wird durch Ortsumgehungen für Ritzleben, Binde, Kläden, Leppin und den Ortsteil Tannenkrug ergänzt.

Zwischen den beiden Autobahnen ist ein dreistreifiger Querschnitt (zwei Richtungsfahrbahnen und wechselseitige Überholspur) geplant. Der weitere Verlauf in Richtung Havelberg ist zweistreifig vorgesehen. Nördlich von Havelberg soll die Querung von Elbe und Havel erfolgen.

Der Baubeginn für die B 190n stehe allerdings noch nicht fest, sagte Daehre.