Halberstadt (dapd/dpa). Im Tarifkonflikt bei den Privatbahnen verschärft die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Druck auf die Arbeitgeber. Seit gestern wird wieder gestreikt. Die Gewerkschaft hat ihre Mitglieder zu einem 60-stündigen Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf soll am Donnerstag um zwei Uhr enden. In der vergangenen Woche hatte die GDL die fünf privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen bereits 48 Stunden lang bestreikt.

Auf Strecken des zur Veolia-Gruppe gehörenden HarzElbeExpresses (HEX) kam es ges-tern mit Streikbeginn zu Behinderungen. Das Unternehmen setzte auch Busse ein. Zwischen Magdeburg und Halberstadt fuhren nur Expresszüge, die Züge zwischen Halberstadt und Thale beziehungsweise Blankenburg fielen aus, Reisende wurden mit Bussen befördert. Auf der Strecke zwischen Halle und Halberstadt fuhren die Züge laut HEX planmäßig. Zwischen Halberstadt und Wernigerode wurde ein Schnellbus eingesetzt, zwischen Wernigerode und Vienenburg/Goslar mussten Reisende auf Züge der Deutschen Bahn umsteigen.

Beim HEX-Betreiber stieß der Streik auf Unverständnis. Man sei den Forderungen der GDL bereits weit entgegengekommen, sagte ein Sprecher gestern in Halberstadt. Das betreffe besonders die Erhöhung der Gehälter.

Das Unternehmen empfahl Reisenden, sich über das Internet unter hex-online.de zu informieren oder Fragen an das Service-Telefon unter (0 39 41) 67 83 33 zu richten.