Merseburg (dpa). Die Fürsten von Sachsen-Merseburg haben wieder eine würdevolle Ruhestätte. Ihre Gruft im Merseburger Dom und ihre Prunksärge wurden für mehr als eine halbe Million Euro restauriert. Gestern ist die Grabstätte mit einem Festakt nach drei Jahren wiedereröffnet worden. Die zuvor stark beschädigten Schmucksärge von 17 Erwachsenen und 14 Kindern stehen nun wieder im Dom. "Nach fast vier Jahrzehnten der Verwahrlosung präsentiert sich die Gruft heute wieder in einem würdigen Zustand", teilten die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatsstifts Zeitz mit.

Die Schmucksärge gelten als herausragende Grabmäler des 17. und 18. Jahrhunderts. Feuchtigkeit und Vandalismus hatten ihnen stark zugesetzt, eine Berliner Spezialwerkstatt restaurierte sie. Die Mittel kamen unter anderem von der Kulturstiftung des Bundes, der Länder, der Hermann Reemtsma Stiftung (Hamburg) und dem Land Sachsen-Anhalt.