Von Winfried Borchert

Magdeburg. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) will das erwartete Baurecht für den ersten Abschnitt der geplanten Autobahn 14 Nord Magdeburg – Schwerin voll ausnutzen. "Wenn das Gericht die noch laufende Klage gegen das Projekt abweisen sollte, werden wir unverzüglich den vierspurigen Bau des A-14-Abschnittes um Colbitz vorbereiten", sagte Webel gestern der Volksstimme.

Einem Baustart mit einer zweispurigen Variante als Umgehung für Colbitz (Bördekreis) erteilte er eine Absage. "Im Planfeststellungsbeschluss ist die vierspurige Autobahn drin. So wollen wir sie bauen", sagte Webel. Falls die anderen A-14-Abschnitte nicht gebaut werden sollten, bekäme die 3300-Einwohner-Gemeinde Colbitz damit eine vierspurige Umgehungsstraße. Webel sieht darin kein Problem: "Wolmirstedt hat schließlich auch eine komfortable Ortsumgehung."

Vor dem Bundesverwaltungsgericht hatten der Naturschutzverband BUND und das Land am Mittwoch überraschend einen Vergleich geschlossen. Die Landesplaner verkürzten den Bauabschnitt Colbitz um 1,5 Kilometer, so dass dieser nicht mehr die unter EU-Naturschutz stehende Colbitz-Letzlinger Heide tangiert. Der BUND nahm daraufhin seine Klage zurück. Damit steht eine Grundsatzentscheidung über das 155 Kilometer lange und 1,3 Milliarden Euro teure Gesamtprojekt A 14 noch aus.

Am 25. Mai will das Gericht seine Entscheidung über die Klage eines Tongrubenbesitzers gegen die A 14 verkünden.