Die Region Altmark will sich jetzt nach innen und außen besser vermarkten. Eine Absichtserklärung zum Regionalmarketing haben gestern in Salzwedel die Landräte Jörg Hellmuth und Michael Ziche (beide CDU) sowie IHK-Vizepräsident Adolf Fehse unterschrieben. Ziel ist es, die Region bekannter zu machen und so vor allem Investoren in den Norden Sachsen-Anhalts zu locken.

Salzwedel. Die Altmark betritt einmal mehr Neuland in Sachsen-Anhalt. Sie nimmt kreisübergreifend die eigene Vermarktung in die Hand. Nicht ohne Grund. In Landes-Imagebroschüren, zum Beispiel zum Maschinenbau, ist die Altmark ein weißer Fleck. Trotz der Existenz innovativer Unternehmen von Arendsee bis Tangerhütte. Zudem hatte im September 2010 eine repräsentative Telefonbefragung in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt/Main und Leipzig ergeben, dass die Altmark, die etwa 25 Prozent Sachsen-Anhalts ausmacht, kaum bekannt ist. Und als Wirtschaftsstandort mit allein 10 000 der Industrie- und Handelskammer (IHK) angehörenden Unternehmen erst recht nicht.

Jetzt will die Region gegensteuern. "Wir wollen das Produkt Altmark optimal vermarkten", hieß es gestern in Salz- wedel. Die Landräte, aber auch Vertreter der Wirtschaft wie IHK-Vizepräsident Adolf Fehse, unterschrieben dafür eine Absichtserklärung. Doch die Altmärker sind längst weiter. Erste Vorschläge sind bereits mit Moderation der Landesamarketinggesellschaft in den vergangenen Monaten erstellt worden. So sollen schon jetzt potenzielle Investoren für altmärkische Wirtschaftsstandorte entlang der künftigen A 14 Nord akquiriert werden. Stendal, Osterburg und Seehausen könnten davon profitieren.

Die Voraussetzungen für ein gemeinsames Handeln sind in der Altmark gegeben. Seit zehn Jahren gibt es einen Regionalverein, der unter anderem für das Regionalbudget verantwortlich zeichnet. In den Regionalversammlungen werden Probleme angesprochen, die die gesamte Altmark betreffen. Von einem "Sprung in eine neue Qualität" sprach gestern Stendals Landrat Hellmuth. Und sein Salzwedeler Amtskollege Ziche fügte hinzu: "Die Antwort auf Globalisierung ist Regionalisierung."Meinung I