Wernigerode (tk). Energiethemen beherrschen die 40 Punkte umfassende Tagesordnung der Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern in Wernigerode. Zum gestrigen Tagungsauftakt erklärte Gastgeber Hermann Onko Aeikens (CDU), der Atomausstieg in Deutschland sei parteienübergreifend gewollt. Er warnte jedoch davor, untereinander in einen Zeiten-Wettlauf um das Ausstiegsdatum für die Atomkraft zu treten. Vielmehr sollte das Signal ausgehen, die Umweltminister wollen einen verantwortungsvollen Verzicht von Kernenergie. Für die CDU-Länder erklärte Verhandlungsführerin Lucia Puttrich (Hessen), sie hoffe auf eine sachliche Diskussion, frei von Profilierungssüchten. Für die SPD-Bundesländer ließ Ulrike Höfken (B 90/Grüne/Rheinland-Pfalz) vor den Verhandlungen offen, ob ein Ausstiegsdatum gefordert werde. Am Abend wurde Bundesumweltminister Norbert Röttgen im Harz erwartet.