Magdeburg (vs). Die Lage an den Flüssen in Sachsen-Anhalt spitzt sich zu. Wegen des angekündigten Tauwetters und des Regens könnte es in den kommenden Tagen kritisch werden. Auch die kleinen Flüsse im Harz, an denen es bislang relativ ruhig verlief, könnten schnell überlaufen, teilte die Landeshochwasserzentrale in Magdeburg mit. Am Mittwoch entspannte sich die Situation zunächst noch einmal.

Die Meteorologen rechnen damit, dass es in Höhenlagen von über 400 Metern zu starkem Tauwetter kommt. Bis Freitagvormittag werden darüber hinaus 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, wie der Wetterdienst in Leipzig mitteilte.

Neben der Saale gilt für die Schwarze Elster im Landkreis Wittenberg und für die Weiße Elster am Pegel Oberthau (Landkreis Merseburg-Querfurt) weiter die höchste Alarmstufe 4.

Auch die Elbe steigt langsam weiter an. Für den Pegel Barby (Salzlandkreis) gilt die Alarmstufe 2. Ursache seien vor allem starke Zuflüsse aus der Saale und der Mulde, sagte Peter Hasdorf von der Hochwasserzentrale.

In Magdeburg wurden wegen des Elbe-Hochwassers bereits mehrere Straßen und Brücken gesperrt. Da in den kommenden Tagen mit einem weiteren Anstieg des Hochwassers zu rechnen ist, habe die Stadt alle erforderlichen Schritte veranlasst, sagte eine Stadtsprecherin. So werden schrittweise Deichwachen in Bereitschaft versetzt, damit sie sofort ihre Arbeit aufnehmen können, wenn die Alarmstufe 3 erreicht wird. Nach den aktuellen Prognosen könnte dies Anfang der kommenden Woche der Fall sein.

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