Magdeburg (vs). In Sachsen-Anhalt bleibt trotz mancherorts deutlich sinkender Pegelstände die Hochwassersituation angespannt. Vor allem im Norden des Landes ist der Wasserstand der Elbe weiter angestiegen. In Tangermünde erreichte die Elbe am Donnerstag einen Pegelstand von 7,21 Metern. Im langjährigen Mittel liegt er dort den Angaben zufolge bei 2,68 Metern. Dort gilt die höchste Alarmstufe 4. In Barby an der Elbe und Calbe an der Saale stagnierten beziehungsweise sanken die Pegelstände am Donnerstag leicht.

In Halle, wo tagelang die höchste Alarmstufe bestand, hatte die Saale am Donnerstag einen Pegel von 6,18 Metern erreicht. Damit konnte die Warnstufe 4 aufgehoben werden. Der Krisenstab geht davon aus, dass sich die Lage bis zum Wochenende weiter entspannt und die Warnstufen schrittweise zurückgefahren werden können.

Innenminister Holger Hövelmann (SPD) würdigte unterdessen den Einsatz der freiwilligen Feuerwehren bei der Bekämpfung des Hochwassers. Bei einem Besuch am Donnerstag am Saaleufer bei Calbe im Salzlandkreis bezeichnete er die Feuerwehren als "das ehrenamtliche Rückgrat für den Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt." Aktuell sind mehr als 600 Feuerwehrleute in den Flussgebieten des Landes im Einsatz.

Der Minister erinnerte daran, dass der Hochwassereinsatz nicht die erste größere Herausforderung dieses Winters für die Feuerwehren ist. "Schon der frühe und harte Wintereinbruch hat viele Feuerwehren gefordert. Straßen mussten frei geschnitten, Menschen im Stau versorgt werden. Heute kommen an vielen Stellen des Landes noch Schwierigkeiten mit hohen Grundwasserpegeln oder mit nicht abfließendem Oberflächenwasser hinzu", sagte Hövelmann.

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