Magdeburg/Weißenfels (wb). Dioxinbelastetes Schweinefleisch aus Sachsen-Anhalt ist womöglich in den Handel gelangt. 180 möglicherweise dioxinbelastete Schweine, die im Dezember von einem niedersächsischen Mastbetrieb nach Sachsen-Anhalt geliefert worden waren, sind im Tönnies-Fleischwerk Weißenfels geschlachtet worden. Das bestätigte Tönnies-Sprecher Markus Eicher gestern auf Nachfrage.

Die Tiere hatten dioxinbelastetes Futter gefressen und waren vor Bekanntwerden des Dioxinskandals um belastete Futterfette im Dezember in fünf Gruppen nach Weißenfels geliefert worden. Die letzte am 30. Dezember gelieferte Gruppe umfasste 35 Tiere, die nach der Zerlegung an drei Weiterverarbeiter ausgeliefert worden seien, sagte Eicher. Dabei handelte es sich um einen Verarbeitungsbetrieb in Polen und zwei in Tschechien. Der Verbleib der übrigen 145 Tiere werde geprüft, hieß es. Politik I