Sanaa (dpa) Lokale Vermittler setzen sich für die Freilassung der aus Haldensleben (Sachsen-Anhalt) stammenden deutschen Geisel im Jemen ein. Die Website "Al-Yemen Al-Youm" meldete, eine Delegation des Obeida-Stammes sei in das Gebiet in der Provinz Marib gereist, in dem der Mann festgehalten werde. Die Stammesführer wollten eine Verlängerung der Frist erreichen, damit die Regierung die Forderung des Geiselnehmers Ali Hareigdan erfüllen könne, hieß es.

Der Entführer hatte Anfang der Woche erklärt, er wolle die Geisel in den nächsten 24 Stunden für zwölf Millionen US-Dollar (8,66 Mio. Euro) an das Terrornetzwerk Al-Kaida übergeben, falls zwei seiner Brüder nicht in der Hauptstadt Sanaa aus dem Gefängnis entlassen würden. Der Deutsche war im Februar in Sanaa verschleppt worden.