Osterburg ( nm ). Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. 20 Jahre nach dem Ereignis, das den Anfang vom Ende der DDR einläutete und zur deutschen Wiedervereinigung führte, lassen wir Einwohner aus der Region Osterburg / Seehausen zu ihrem persönlichen Mauerfall zu Wort kommen.

Heute : Marita Krüger ( 41 ), gelernte Köchin und zur Zeit Mitarbeiterin in der Begegnungsstätte der Osterburger Volkssolidarität :

Die Ereignisse im Herbst 1989 sind mir noch sehr gut in Erinnerung. Wir, das heißt unsere Familie, wohnten damals in Dobbrun und haben erst überhaupt nicht mitbekommen, dass die Berliner Mauer geöffnet worden war. Am nächsten Tag hörten wir die Information darüber im Radio und dachten zuerst, das sei ein Scherz. Ich zumindest glaubte es jedenfalls nicht, dass die Mauer wirklich gefallen war. Später haben uns Bekannte noch einmal bestätigt, dass die Nachricht aus dem Radio wirklich echt wahr. Unsere Bekannten sind dann auch gleich rüber gefahren. Wir haben uns erst ein paar Tage später gemeinsam mit unserer Oma in unserem alten Trabi auf den Weg gemacht und sind nach Uelzen gefahren. Dort haben wir uns unser Begrüßungsgeld abgeholt. Bald genügte uns auch unser Trabant nicht mehr, es musste ein Westauto sein, und das war ein, alter Schinken’, ein Ford Taunus.

Ja, so war das eben damals. Der Fall der Mauer und die Tage danach waren eine euphorische Zeit.