Magdeburg l Die ausgezeichneten Fotografen haben Tiere in ihrem Lebensraum porträtiert, zeigen faszinierende Jagdszenen und großartige Unterwasseraufnahmen. Dafür gingen sie unter die Taucher, setzten sich bei klirrender Kälte in Zelte oder 74 Tage in ein Erdloch, um den Amur-Tiger in freier Wildbahn ablichten zu können.

Ihre Kunst zeigt dem Betrachter die Naturschönheiten unseres Planeten. Große Tümmler schießen aus dem Wasser, afrikanische Elefanten trotzen einem Sandsturm, ein Dugong hat zwei Goldmakrelen als Reisegefährten, eine Gorilladame sorgt sich um ihre Babys. Im Bild festgehalten sind auch die Einflussnahme des Tourismus auf das Ökosystem und unser Raubbau an der Natur. Daniel Beltrá (Spanien/USA) beispielsweise zeigt in seiner Serie "Der verdammte Regenwald" ein verlorenes Stück Grün mitten im brasilianischen Amazonasgebiet. Dort soll der Bau des weltdrittgrößten Wasserkraftprojektes im Jahr 2019 beendet sein.

"Wildlife Photographer of the Year", ausgerichtet vom Natural History Museum in London und dem BBC Wildlife Magazin, ist der prestigeträchtigste Wettbewerb der Branche. 43000 Fotos aus 96 Ländern wurden für den Wettbewerb 2013 eingereicht. 100 Arbeiten von Fotografen aus 29 Ländern, die meisten aus Spanien, Südafrika, den USA und England, sind in der Wanderausstellung vereint. Sie stehen auch für das technische Handwerk der Arbeiter hinter der Kamera und für und neue Entwicklungen in der Naturfotografie.

Zu sehen bis 25. Januar, Eintritt 6, erm. 4 Euro.

   

Bilder

 

Die besten Wildlife-Fotografien

Magdeburg (lg) l Die 100 besten Aufnahmen des weltweit bedeutendsten Wettbewerbes für Naturfotografie reisen jedes Jahr als Ausstellung um die Welt. Derzeit macht die Fotokunst im Magdeburger Naturkundemuseum Station (bis 25. Januar).

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