Fischbeck l Spaß macht den Kindern das Toben auf den Klettergerüsten nicht. Sie sind wackelig, teilweise aufgesplittert und man macht sich schmutzig. Für die Fotos hängen sie sich dann doch in die Seile, laufen vorsichtig über die Hängebrücke und setzen die Schaukel ein bisschen in Bewegung. "Wir waren mit unseren Kindern hier schon lange nicht mehr draußen zum Spielen", erzählen die Mütter von Vivien Worm und Fiete Behm. Auch den Jungs - Marcus Köppe, Anton und Hannes Rückert und Marvin Dingemanse - macht das Fußballspielen keinen Spaß. Erstens sind die Tore seit dem Hochwasser weg, zweitens rollt der Ball kaum mehr auf der einst schönen glatten Rasenfläche. Volleyball spielen kann man auch nicht mehr - der Sand ist weggespült. Fast anderthalb Meter hoch hatte das Deichbruchwasser im Juni 2013 auf dem Gelände gestanden.

"Wir wissen nachmittags nicht, was wir machen sollen", erzählen Muriel und Elisa. Die besorgten Erwachsenen berichten, dass die Kinder die Gehwege neben der B107 hoch und runter laufen und an der Bushaltestelle in der Kabelitzer Straße Ball spielen. Denn auch der Jugendklub ist seit der Flut geschlossen.

Anfangs hatte es so ausgesehen, als wenn alles schnell gehen würde. Denn das Sportlerheim direkt am Spielplatz ist durch Vorfinanzierung der Gemeinde bereits entkernt worden. Seitdem rührt sich nichts. "Bald sind zwei Jahre nach der Flut rum. Wann können unsere Kinder wieder hier spielen?" fragen die Eltern.

Es wird noch dauern. Denn laut Auskunft von Bauamtsleiter Ulf Wabbel liegt noch keine Zusage für die Wiederaufbaumittel vor. Insgesamt sind für Sportlerheim samt Außenanlagen (Sport- und Spielplatz) 313000 Euro beantragt. Wenn die Zusage vom Landesverwaltungsamt kommt, müssen die Pläne noch durch das Genehmigungsverfahren, dann folgt die Ausschreibung und dann erst können die Arbeiten beginnen - klingt nicht nach Spiel und Sport ab dem bald beginnenden Frühling. Gern hätten die Kinder auch ihre Wünsche geäußert, wie der Spielplatz gestaltet werden soll.

   

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Spektakuläre Aktion zum Lückenschluss im F...

Tangermünde/Fischbeck. Die Schiffssprengung im Deich bei Fischbeck ist zu 75 Prozent geglückt. Eine noch klaffende Lücke von 20 Metern soll spätestens am Sonntag geschlossen werden. Mehrere Hubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei sind im Einsatz. Die ungewöhnliche Aktion lockt zahlreiche Schaulustige an.


  • Quelle: Thomas Butzek

  • Sprengung einer Schute bei Fischbeck

    Sprengung einer Schute bei Fischbeck
    Quelle: Thomas Butzek


  • Quelle: Thomas Butzek


  • Quelle: Thoams Butzek


  • Quelle: Thomas Butzek

  • Ein Schuter steht 100 Meter vom Deichbruch entfernt in Warteposition.

    Ein Schuter steht 100 Meter vom Deichbruch entfernt in Warteposition.
    Quelle: Bernd-Volker Brahms


  • Quelle: Bernd-Volker Brahms

  • Igel2

    Igel2
    Quelle: Anke Schleusner-Reinfeldt

  • Igel 1

    Igel 1
    Quelle: Anke Schleusner-Reinfeldt


  • Quelle: Bernd-Volker Brahms


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  • Schweine 6

    Schweine 6
    Quelle: Anke Schleusner-Reinfeldt

Rund 20.000 Hektar im Elbe-Havelland unter...

Fischbeck/Schönhausen/Sandau/Kamern/Klietz. Die Volksstimme ist am Donnerstag erneut über das Überflutungsgebiet im Elbe-Havelland geflogen. Die Tour führte über die Tangerniederung nach Fischbeck, weiter nach Schönhausen bis Sandau. Außerdem ging es über die kritischen Orte Kamern, Klietz und Umgebung.