Magdeburg l Altmärker kaufen so gut wie nie spontan Möbel ein. 92 Prozent der Befragten gaben dies an. Im Gegensatz dazu gehen 21 Prozent der Magdeburger einfach los, um sich mit neuem Mobiliar einzudecken.

Das ist eines von vielen überraschenden Ergebnissen aus der Umfrage MM-Regioscan. Sie entstand im Auftrag der Mediengruppe Magdeburg (MM), der IHK und der Handwerkskammer. Von April bis August vergangenen Jahres wurden im mittleren und nördlichen Sachsen-Anhalt 2576 Interviews mit jeweils 180 Fragen geführt.

Die Studie zeigt, dass im Harz die meisten älteren Menschen leben und das Einkommen dort am niedrigsten ist. In der Börde wohnen dagegen besonders viele junge Menschen mit hohem Einkommen. Trotzdem ist die Zukunftsangst in der Börde so hoch wie sonst nirgendwo. Einige andere Ergebnisse: Der Frauenanteil in der Altmark (53,3 Prozent) liegt zwei Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Fast jeder dritte Altmärker (30,7 Prozent) ist dennoch ledig und lebt ohne Partner. Im Harz ist sehr viel mehr Männern (80,9 Prozent) im Gegensatz zu Frauen (66,9 Prozent) die Qualität einer Ware wichtiger als der Preis. Frauen (42,8 Prozent) kaufen dafür im Gegensatz zu Männern (28,5 Prozent) gern Dinge, nur um sich eine Freude zu machen. 27,7 Prozent der Menschen im Jerichower Land, Zerbst, Schönebeck und Staßfurt kaufen bevorzugt nicht am Wohnort ein. Auch ist der Anteil an Berufspendlern in dieser Region mit 38,5 Prozent sehr hoch.

Die Studie wird ab dem 1.März im Internet zugänglich gemacht. Die Volksstimme wird in den nächsten Wochen weitere Details aus der Regionalstudie MM-Regioscan veröffentlichen.