Berlin (dpa/kc). Der längste Kuss, die meisten Gäste: Treten Thronfolger europäischer Königshäuser vor den Traualtar, gibt es selten eine Feier nur im kleinen Rahmen. Einige "Rekorde" royaler Jubeltage:

Prinz Charles und Diana hatten 1981 mit 3500 Geladenen bei der Trauungszeremonie die umfangreichste Gästeliste aller royalen Hochzeitsfeierlichkeiten.

Beim Bankett erwiesen sich andere Paare jedoch als großzügiger. Haakon und Mette-Marit 2001 in Norwegen, Frederik und Mary 2004 in Dänemark, Felipe und Letizia 2004 in Spanien sowie Victoria und Daniel 2010 in Schweden prosteten beim festlichen Menü jeweils 400 Menschen mit Champagnerkelchen zu. In London waren bei Charles und Diana zum Bankett "nur" 120 Gäste geladen.

Beim Jubel der Masse waren Felipe und Letizia einsame Spitze: Rund eine Million Menschen säumten die mehr als sechs Kilometer lange Strecke ihres Rolls-Royce-Oldtimers durch Madrid.

Was die TV-Begeisterung angeht, blieben wiederum Charles und Diana unerreicht. Weltweit verfolgten 750 Millionen Menschen ihre Trauung am Bildschirm, allein in Großbritannien waren es 28 Millionen.

Blieben die Kosten der anderen royalen Hochzeiten nach Schätzungen zwischen "bescheidenen" 1,5 und 3 Millionen Euro, so wurden die Gesamtkosten bei Felipe und Letizia sowie bei Frederik und Mary mit je 20 Millionen Euro angegeben. In Dänemark waren alle Staatsdiener im Land für einen halben Tag beurlaubt worden, um sich die Trauung in Kopenhagen ansehen zu können, allein das machte zwei Drittel der Kosten für den Steuerzahler aus.