Kassel (dpa). Bei dem gewaltigen Erdbeben in Japan haben aus Expertensicht die Bauweise der Häuser und die gut qualifizierten Bautechniker eine noch größere Katastrophe verhindert. "Es hat kaum Einstürze gegeben. Die größten Schäden sind nicht durch das Erdbeben, sondern durch den anschließenden Tsunami entstanden", sagte Prof. Uwe Dorka vom Fachbereich Bauingenieur- und Umwelt- ingenieurwesen der Universität Kassel. Dorka forscht zur Haltbarkeit von Gebäuden bei Erdbeben.

Der Standard beim Neubau von Stahlbeton-Gebäuden sei weltweit etwa gleich. "Aber die Ausführung der Arbeiten ist in den Ländern sehr unterschiedlich", sagte Dorka. Im Knotenpunkt von Rahmen und Trägern müssen beim Bau Stahlleitungen sehr genau verlegt werden. "Sonst wirken sie bei Erdbeben nicht mehr so wie sie sollen."