Riesen-Pumpen aus Deutschland helfen den Arbeitern in Fukushima im Kampf gegen den Super-GAU. Eine Firma aus Aichtal schickt mehrere Geräte. Der japanische Kaiser sprach unterdessen Betroffenen der Erdbeben-Katastrophe Mut zu. Erstmals traf er Überlebende.

Stuttgart (dpa). Eine weitere deutsche Riesen-Pumpe ist auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Das Gerät des Pumpenherstellers Putzmeister soll bei der Kühlung der Atomruine in Japan helfen. Die 62 Meter lange Pumpe wurde gestern am Stuttgarter Flughafen in ein Frachtflugzeug vom Typ Antonow 124 verladen. Sie soll in Tokio Mitarbeitern des AKW-Betreibers Tepco übergeben werden, der auch die Transportkosten von mehr als 500000 Euro zahlt.

Beschäftigte des Unternehmens aus Aichtal in Baden-Württemberg selbst unterstützen die Japaner zwar mit Service und Schulungsangeboten. Am Unglücksort werden sie aber nicht eingesetzt.

Das Gerät ist bereits die zweite Putzmeister-Pumpe, die bei der Kühlung des schwerbeschädigten Atomkraftwerks helfen soll. Es soll zunächst Wasser auf die Meiler spritzen. Drei weitere Pumpen, die bis zu 80 Tonnen wiegen, sollen in den nächsten Tagen folgen. Sie werden normalerweise zum Pumpen von Beton verwendet, sind jedoch auch für Feuerlöscheinsätze geeignet.

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