LosAngeles (dpa). Der britische Film "The King’s Speech" geht als großer Favorit ins Rennen um den diesjährigen Oscar. Das Historiendrama um die Sprachprobleme des englischen Königs GeorgeVI. wurde gestern in Los Angeles in zwölf Kategorien des wichtigsten Filmpreises der Welt nominiert. Unter anderem hat er Chancen auf den Preis als bester Film; Colin Firth ist als bester Hauptdarsteller nominiert.

Damit hat sich das Werk von Regisseur Tom Hooper vom Mitfavoriten "The Social Network", ein Film rund um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, abgesetzt – er wurde achtmal nominiert.

Ebenfalls achtmal wurde der Thriller "Inception" nominiert, das Boxdrama "The Fighter" hat Chancen auf sieben Preise. Mit "Toy Story 3" hat außerdem erst zum dritten Mal ein Trickfilm die Chance auf den Oscar als bester Film.

Gleich zwei deutsche Filmemacher können sich Hoffnungen auf einen Oscar in der Kategorie "animierter Kurzfilm" machen. Die beiden deutschen Regisseure Max Lang und Jakob Schuh schafften es mit der britischen Trickfilmproduktion "The Gruffalo" ("Der Grüffelo") auf die Liste der fünf Zeichentrick-Anwärter.

Der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer ist zum neunten Mal für Hollywoods höchsten Preis nominiert worden. Die Ehre wurde dem gebürtigen Frankfurter für seine Vertonung des Films "Inception" von Regisseur Christopher Nolan zuteil. Die Oscar-Gala geht am 27. Februar in Hollywood über die Bühne.