Berlin (dpa). Bei der Eröffnung des neuen Parks auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat es am Samstag ein Pfeifkonzert gegen. Etwa 50 Demonstranten forderten in Sprechchören, den Zaun um die 300 Hektar große Freifläche auf dem ehemaligen Flughafengelände zu entfernen. Einige hielten Schilder hoch mit der Aufschrift "Macht den Zaun weg!".

Über die Sprechchöre hinweg versuchte Wowereit, an die historische Bedeutung des Ortes zu erinnern: "Die Alliierten haben unter Einsatz ihres Lebens den Berlinern ihre Freiheit gegeben. Das bleibt immer mit Tempelhof verbunden."

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) versuchte, die Demonstranten zu beschwichtigen. Es sollten Argumente gewinnen und nicht die Lautstärke, sagte sie. Von vielen der 300 Zuhörer bekam sie dafür Applaus.

Ein Demonstrant, der seinen Namen nicht nennen wollte, sagte hinterher, mit dem Protest sollte vor steigenden Mieten in der Umgebung gewarnt werden. "Der Park sollte für alle zugänglich sein, auch nachts", forderte der etwa 20-Jährige. Er sei einem Internetaufruf gefolgt. Der Zaun war bereits zuvor von Anwohnern und linksgerichteten Gruppen kritisiert worden.

Das Tempelhofer Feld ist der größte Park der Stadt. Der Senat erwartet bei dem Volksfest am Wochenende etwa 200 000 Besucher. Bis zum frühen Samstagnachmittag kamen bei herbstlichen Temperaturen tausende Besucher auf das Gelände.

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## Orte - [Flughafen Tempelhof](Platz der Luftbrücke, 12101 Berlin)

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