Von Marina Antonioni

Köln (ddp). Drei Songs in den Top Fünf der Hitparade, Platin für "Satellite", fünf Abiturprüfungen und nun – scheinbar irgendwie so dazwischen – auch noch ihr erstes Album. Es ist beachtlich, was Lena Meyer-Landrut in den vergangenen Wochen geschafft hat. Seitdem die 18-jährige Hannoveranerin im März den deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contest gewonnen hat, steht ihre Welt Kopf. "Das haut einen total weg", sagt sie zu ihren Erfolgen.

Auch die ersten Schattenseiten ihres neuen Ruhms hat Lena nun erfahren. Oben-ohne-Aufnahmen von ihr aus einer alten TV-Statistenrolle sorgten für Schlagzeilen in der Boulevardpresse. "Das ärgert mich nicht. Ich wusste ja schon vorher, dass ich das gemacht habe und schäme mich dafür nicht", sagt sie gelassen.

In Blitzgeschwindigkeit hat Lena gerade ihr erstes Album "My Cassette Player" aufgenommen, das heute erscheint. 13 Titel sind darauf zu hören, die meisten stammen aus der Feder von Stefan Raab, ihrem Entdecker. Er hat das gesamte Album, darunter zwei Coverlieder, produziert. "Mir gefällt es total gut, und das ist schon mal die Hauptsache", meint Lena.

Das Album ist typisch Lena, leicht und beschwingt. Ihr Sprechgesang fehlt ebenso wenig, wie ihr Akzent im Englischen. Den für ihre Platte zu ändern, wäre ihr nicht in den Sinn gekommen: "Das bin halt ich." Auch der Titel "My Cassette Player" passt zu Lena, die zur Disco lieber "Tanzhaus" sagt. "Ich finde, dass ein Kassettenrekorder ein tolles Motiv ist, weil ich das mit meiner Kindheit verbinde. Ich habe auch noch meinen alten – ein kleines, rotes schrabbeliges Teil."

Überwiegend sind auf dem Album schnellere Popsongs zu hören, zum Teil auch funkige oder jazzige Nummern. Und "Satellite", das Lied, mit dem Lena am 29. Mai in Oslo für Deutschland starten wird, ist natürlich Titel Nummer eins.

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