Moskau (dpa). Der russische Kriegsveteran Iwan Nikulin lebt seit 66 Jahren mit einer Kugel im Kopf – mit einer "faschistischen" Kugel, wie der 86-Jährige sagt. 1944 habe ein deutscher General in Warschau auf ihn geschossen, sagte Nikulin der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" vom Dienstag. Ärzte hielten eine Operation für zu gefährlich. "Der Krieg wird immer in meinem Kopf bleiben", sagt der ehemalige Rotarmist, der aus dem sibirischen Tschita stammt. Weil die Kugel auf Nerven drücke, habe er das Gefühl in einem Arm und einem Bein verloren. Doch die Verletzung sei lange nicht als Behinderung anerkannt worden. "Sie sagten zu mir: "Ein Mann mit einer solchen Verletzung wäre lange tot.""

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