Neu-Delhi (dpa). Ein Pilotenfehler hat möglicherweise zu dem Flugzeugabsturz in Indien mit 158 Todesopfern geführt. Alle Landebedingungen seien ganz normal gewesen, sagte gestern Indiens Luftfahrtminister Praful Patel. Es gebe vermehrt Hinweise auf ein Versagen des Piloten. Nun müsse der Untersuchungsbericht abgewartet werden.

Die Boeing 737-800 der Air India war am Sonnabend im südwestindischen Mangalore über die Landebahn hinaus in eine Schlucht gerast und in Flammen aufgegangen. Acht Insassen überlebten, teils mit schwersten Verbrennungen. Am Sonntag waren der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder gefunden worden.

Kurz nach dem Absturz hatte der Minister zunächst betont, der Pilot der Unglücksmaschine sei sehr erfahren gewesen. Experten der Luftfahrtbehörde DGCA erklärten nun, die ersten Untersuchungen hätten keine Hinweise etwa auf einen geplatzten Reifen ergeben. Erwiesen sei allerdings, dass der Pilot nicht nur über die Landebahn geschossen sei, sondern auch mehrere fatale Fehler gemacht habe. Bis zum Abschluss der Untersuchungen werde aber ein technischer Defekt nicht komplett ausgeschlossen. Bis gestern Mittag waren 136 der Toten ihren Angehörigen übergeben worden, 22 Opfer mussten noch identifiziert werden.