Manchester (bo) l Fieses Schmuddelwetter? Nicht mit uns! Sagte sich ein Schülerpärchen aus einem nordenglischen Edel-Internat. Und war dann mal weg. Ab in den Urlaub. Auf in die Karibik.

Die 16-Jährigen hatten sich nachts heimlich aus der renommierten Privatschule (ein Schuljahr kostet 30000 Pfund pro Jahr) geschlichen und mit dem Taxi nach Manchester fahren lassen. Von dort flogen die Teenager in die Sonne. Der exklusive Trip war aber nicht von langer Dauer. Die Polizei griff die Schulschwänzer in der Dominikanischen Republik auf. Alles andere als ein schnelles Aufspüren der Blaumacher wäre nur zu peinlich für das Internat gewesen. Immerhin gehörte einst Sir Arthur Conan Doyle, der Schöpfer von Sherlock Holmes, zu dessen Schülern.

In Brasilien muss niemand vor Kälte und Nässe flüchten. Doch Blaumacher gibt es auch dort. Dem begegnen die Südamerikaner mit ganz eigenen Mitteln. In einigen Schulen wird in die obligatorischen Schul-T-Shirts ein Micro-Chip eingepflanzt. Kommen die Pennäler nicht rechtzeitig zum Unterricht, werden die Eltern von der Schulverwaltung mit einer SMS über das Fehlverhalten informiert.

Nicht jeder hat dann so viel Glück wie ein elfjähriger Junge aus dem US-Bundesstaat Minnesota. Tyler Sullivan hatte im vorigen Jahr die Schule geschwänzt - und konnte ein Entschuldigungsschreiben von allerhöchster Stelle vorlegen. Denn: Tyler ließ den Unterricht für einen Wahlkampfauftritt von Barack Obama ausfallen. Und der Präsident bat den Klassenlehrer schriftlich um Nachsicht.