In den Monaten Oktober bis April haben die Grippe-Viren Hochsaison. Gerade junge Erwachsene sind häufig betroffen, aber auch Kinder und Senioren sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Niemand sollte sich in falscher Sicherheit glauben.

Im Unterschied zu einer banalen Erkältung, dem grippalen Infekt, tritt die echte Grippe eher plötzlich auf. Viele Betroffene können sogar die Uhrzeit nennen, zu der die Symptome begannen. Hohes Fie-ber, meist über 38,5°C, Frösteln, Schweißausbrüche und Erschöpfungszustände sind typische Anzeichen für die Grippe, die auch Influenza genannt wird. Ein grippaler Infekt hingegen hat leichtere Krankheitszeichen, die einen ganz anderen Krankheitsverlauf haben. Er beschränkt sich in der Regel auf den Atemtrakt (Husten, Schnupfen) und erlaubt den Betroffenen, weiterhin Ihren Alltagsaktivitäten nachzugehen.

Nicola Sch. aus München hielt die Grippe lang für eine Infektion, die nur Kinder und Ältere trifft, bis sie selbst erkrankte. "Trotz Zäpfchen ging das Fieber nicht zurück – ich hatte Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Ich selber habe von dem Ganzen jedoch wenig mitbekommen, da ich sehr geschwächt die meiste Zeit schlief", beschreibt die 24-jährige ihre Erkrankung.

Da die echte Grippe eine Viruserkrankung ist, bekämpft man sie am besten, indem man die Viren stoppt und somit die Ursache der Grippe-Erkrankung gezielt bekämpft. Dies können nur Neuraminidasehemmer. Sie greifen gezielt in den Vermehrungszyklus der Viren ein und hemmen das Enzym Neuraminidase. So verhindern sie direkt die Freisetzung weiterer krankmachender Viren aus der befallenen Körperzelle. Antibiotika hingegen stoppen nicht Viren, sondern nur Bakterien.

Grippe schnell und gezielt bekämpfen

Wichtig ist bei antiviralen Medikamenten: Je früher man zum Arzt geht und die Behandlung beginnt, umso schneller kann die Ausbreitung der Viren im Körper gestoppt werden. Der Patient profitiert davon sofort, denn die Wirkung tritt spürbar innerhalb kürzester Zeit ein.
Die Patienten werden rasch gesund, die belastende Grippesymptomatik wird reduziert und auch mögliche langwierige Komplikationen werden so verhindert.

Antibiotika und altbekannte Hausmittel können bakterielle Folgeinfektionen wie Husten und Schnupfen lindern, bekämpfen jedoch nicht die Ursache der Grippe: die Viren. Dies gelingt nur mit einer zielgerichteten antiviralen Therapie. Je früher, desto besser.