Berlin - Optisch sind die Unterschiede zwischen Kinderwagen meist nicht so groß, qualitativ hingegen schon. Das hat die Stiftung Warentest bei der Untersuchung von 14 Modellen herausgefunden.

Stiftung Warentest hat verschiedene Kinderwagen unter die Lupe genommen. Nur ein Model schnitt mit "gut" ab. Die anderen engen Babys ein oder enthalten Schadstoffe, erläutert die Stiftung Warentest in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 02/2015). Drei Modelle bekamen die Note "befriedigend", acht ein "ausreichend". Bei den "ausreichend" getesteten Kinderwagen war häufig Platzmangel das Problem: Die optimale Liegefläche beträgt 35 mal 78 Zentimeter. Sonst haben die Kinder entweder seitlich nicht genug Platz oder stoßen mit ihren Füßen schnell ans Ende der Tragetasche.

Bei den zwei als "mangelhaft" getesteten Wagen - darunter das teuerste Gefährt im Test mit 1000 Euro - wurden Schadstoffe gefunden und in einem Fall sogar überschritten. Der Bezug eines Modells enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Diese Substanzen können Krebs erzeugen. Im Schiebegriff des anderen Modells fanden sich Chlorparaffine, die ebenfalls als krebserregend gelten.

Kinder lernen frühestens ab dem siebten Monat, sich aufzusetzen. Eltern sind deshalb mit einem Kinderwagensitz besser beraten, der sich ganz flachlegen lässt. Nur so schlafen die Kinder bequem und rückenschonend.