München (dapd). Wenn Eltern mithilfe steuerlicher Maßnahmen den Kindergeldanspruch sichern wollen, sollten sie steuerlichen Rat in Anspruch nehmen. Das zeigt eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes (AZ: III R 70/03), bei der die Eltern auf das falsche Arbeitsmittel setzten. Die Folge: Das Einkommen des Kindes lag oberhalb der Einkommensgrenze und die Eltern mussten das Kindergeld für ein ganzes Jahr abschreiben.In dem Fall hatten die Eltern einen Drucker für 159 Euro angeschafft, den der Sohn steuerlich absetzen wollte. Mit diesem Betrag wäre der Sohn unterhalb der Einkommensgrenze geblieben. Allerdings übersahen die Eltern, dass ein Drucker kein selbstständig nutzbares Wirtschaftsgut ist, das sofort abziehbar ist, sondern mit dem Computer zusammen über den Nutzungszeitraum abgeschrieben werden muss. Die in dem entsprechenden Jahr mögliche Abschreibung lag aber nur bei 11 Euro, sodass das Einkommen des Sohnes oberhalb der den Kindergeldbezug ausschließenden Einkommensgrenze lag.