Mein Tipp bei Kopfschmerzen : Frischen Meerrettich reiben, mit Wasser verrühren, den Brei fingerdick auf ein Baumwolltuch streichen, auf den Nacken legen und zehn Minuten wirken lassen. Anstatt Meerettich kann man auch drei Teelöffel Senfmehl nehmen.

Expertenmeinung : In weißem Senf ist das Glykosid Sinalbin enthalten, in braunem und schwarzem Senf sowie auch in der Meerrettichwurzel das Sinigrin. Glykoside sind organische Verbindungen aus einem Zuckeranteil und einem Nicht-Zuckeranteil. Sie sind für den scharfen Geschmack verantwortlich. Er entsteht allerdings erst durch spezielle Enzyme, die die Glykoside in Traubenzucker, Schwefelsäure und scharfe, tränenreizende Schwefelverbindungen verwandeln. Diese wirken erwärmend und fördern die Durchblutung der betroffenen Hautstellen. Vor allem Kopfschmerzen, die durch Verspannungen im Nacken hervorgerufen werden, lassen sich somit lindern.

Man sollte allerdings beachten, dass kein direkter Hautkontakt entsteht, da die Schwefelverbindungen die Haut stark reizen. Deshalb sollte der Brei mit einem Tuch abgedeckt werden und die Anwendung nur wenige Minuten dauern. Bei Anzeichen von Unverträglichkeit muss der Wickel sofort entfernt werden. ( Quelle : 75 Tipps gegen Schmerzen von " Spalt ")