Es gibt kaum einen Raucher, der nicht weiß, was er seiner Gesundheit und damit seinem Körper mit den Zigaretten antut. Und trotz dieses Wissens fällt es Rauchern schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Die Abhängigkeit von
den schädlichen Glimmstängeln ist einfach zu groß.
Früher wurde bei der Nikotinentwöhnung häufig mit der "Schluss-Punkt-Methode" gearbeitet, was nichts anderes bedeutet, als von einem Tag auf den anderen ganz aufzuhören. Heute sind die Hilfestellungen für Raucher wesentlich differenzierter. Am erfolgversprechendsten gilt eine Kombination aus der Inanspruchnahme einer medizinischen bzw. fachlichen Unterstützung und dem Verwenden einer Nikotinersatztherapie.
Überlegen Sie zuerst einmal, zu welchen Rauchtyp bzw. Aufhörtyp Sie gehören. Hier gibt es zum einen diejenigen, die einmal einen Entschluss fassen, und diesen dann auch durchziehen. Und es gibt die anderen, die sich lieber langsam ausschleichen aus der Sucht und von Woche zu Woche weniger rauchen. Einige Tests und Hilfestellungen, um Ihren Typ zu bestimmen, finden Sie auf dem weiterführenden Link.
Ein bewährtes Rezept sieht so aus: Innerhalb der ersten sechs Wochen wird der Zigarettenkonsum zunächst nur halbiert. In einem vierstufigen individuellen Ausstiegsplan wird dann der Zigarettenkonsum nach neun Monaten bis einem Jahr vollständig auf Null gesetzt. Dabei helfen z.B. die Nikotinersatzmittel von nicorette, die Entzugserscheinungen zu mildern.
Besorgen Sie sich Nicotinpflaster, Nicotinkaugummis oder Microtabs und lassen Sie sich hierbei durch den Arzt oder Apotheker beraten. Auch wenn Sie bis jetzt nicht vorhatten, Nicotinersatzprodukte zu verwenden, ist es gut zu wissen, dass man auf solche Hilfe im Notfall zurückgreifen kann. Studien zeigen: Die Chance Nichtraucher zu werden, verdoppelt sich, wenn man eine Nikotinersatztherapie als unterstützende Maßnahme hinzuzieht. Suchen Sie sich ein Datum aus, an dem Sie Ihr Rauchentwöhnprogramm starten. Messen Sie dem Tag besondere Bedeutung bei, nach dem Motto, "heute beginne ich endlich, mich von meiner Sucht zu befreien".
Räumen Sie alle Aschenbecher weg. Nichts soll Sie mehr daran erinnern, dass Sie mal zu der Fraktion der Tabakabhängigen gehört haben. Auch beim sukzessiven Ausstieg sollten Sie nur noch einen bestimmten Platz für das Rauchen reservieren, z.B. den Balkon.
Teilen Sie Ihrer Familie, Freunden und Kollegen mit, dass Sie mit dem Rauchen aufgehört haben und dass Sie ihre Unterstützung brauchen.
Wenn akutes starkes Rauchverlangen auftritt, sagen Sie sich: "Noch 5 Minuten und das Rauchverlangen verschwindet." Laut Studien dauert das Rauchverlangen zwischen 3 bis 5 Minuten und hört von selbst wieder auf. Das Rauchverlangen verliert zudem immer mehr an Stärke und an Häufigkeit und damit an Bedeutung. Einige Tipps helfen, diese kritischen Momente zu meistern:

* Lenken Sie sich mit einem Kaugummi, am besten einen Nicotinkaugummi oder einem zuckerfreien Bonbon ab.
* Trinken Sie ein Glas frisches Wasser. Spüren Sie, wie gesund und rein das schmeckt.
* Atmen Sie mehrmals tief durch. Stellen Sie sich vor, wie bei jedem Ausatmen giftige Rückstände Ihren Körper verlassen.
* Essen Sie etwas Obst, einen Joghurt oder putzen Sie sich die Zähne.
* Wenn dies nicht genügt, unterbrechen Sie Ihre momentane Beschäftigung und verlassen Sie den Raum, in dem Sie sich gerade befinden.
* Beschäftigen Sie Ihre Hände mit irgendeinem Gegenstand, z. B. mit einem kleinen Gummiball, einer Büroklammer, einem Stift oder Papierkügelchen.
* Laufen Sie kurz auf der Stelle, machen Sie einen kurzen Spaziergang oder eine kleine körperliche Übung (Dehnübung, Rumpfbeugen...).
* Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich einen schönen Ort vor oder rufen Sie sich eine angenehme Situation ins Gedächtnis.
Machen Sie sich immer klar, dass das Rauchen nur ein "erlerntes Programm" ist. Aber genauso, wie es Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist, in bestimmten Situationen zu rauchen, werden Sie auch das Nichtrauchen wieder lernen.

Hilfreich und motivierend ist auch der Austausch mit Gleichgesinnten. Eine gute Möglichkeit dazu finden Sie im Forum von dem weiterführenden Link. Indem Sie chatten, erfahren Sie, wie es andere machen, außerdem lenken Sie sich dabei vom Rauchverlangen ab.
Wichtig ist dann nur noch: Es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie denken, "jetzt eine Zigarette, das wird schon nicht schaden". Bleiben Sie stark! Und seien Sie stolz auf sich, dass Sie der Versuchung widerstehen konnten.
Viele nützliche Informationen und Unterstützung finden Sie im weiterführenden Link.

www.rauchstopphilfe.de