Einen ganz herzlichen Dank möchte Familie Lehmann aus Schönebeck einer Mitarbeiterin der Arbeitsagentur aussprechen. Dabei handelt es sich um die Reha-Beraterin Annette Krause aus dem Magdeburger Team für Rehabilitation und Schwerbehinderte, das sich um die berufliche Ausbildung und Vermittlung behinderter Menschen im Agenturbezirk der Arbeitsagentur Magdeburg kümmert.

"Mit sehr viel Einsatz bemühte sich Frau Krause trotz auftretender Probleme, unseren Sohn in eine Ausbildung zu vermitteln, die er jetzt auch in Dresden absolviert. Durch ihre Beratung und ihr Engagement half sie uns in einer schwierigen Situation, in der wir uns durch die lange Erkrankung unseres Sohnes befanden", schrieben die Eltern. Durch die Ausbildung habe ihr Sohn trotz seiner schweren Erkrankung eine berufliche Perspektive erhalten. "Wir würden uns freuen, wenn Frau Krause auf diesem Wege ein Dankeschön ausgesprochen werden kann."

Über diese verbalen Blumen freut sich Annette Krause mindestens genauso wie über echte. An den Fall von Familie Lehmann kann sie sich noch gut erinnern, sie hat mit dem Jugendlichen und seinen Eltern förmlich mitgefiebert, dass es mit der gewünschten Ausbildung auch klappen würde.

Frau Krause arbeitet seit 1993 in der Arbeitsvermittlung, aber erst im zweiten Jahr als Reha-Beraterin. In dieser Funktion geht sie auch in die 9. Klassen der Förderschulen von Schönebeck und Calbe, bietet den Jugendlichen und deren Eltern Beratung bei der Suche nach einem passenden Beruf an. Nimmt einer der körperlich oder geistig behinderten Jugendlichen das Angebot wahr, wird zunächst vom psychologischen Dienst der Arbeitsagentur seine Leistungsfähigkeit ermittelt. In vielen Fällen ist dann eine rehaspezifische Ausbildung nötig, berichtet Annette Krause. Die Jugendlichen sitzen mit dem Halbjahreszeugnis des berufsvorbereitenden Jahres dann wieder bei ihr am Schreibtisch. Jetzt geht es darum, eine zu den Interessen und Fähigkeiten des Jugendlichen passende Ausbildung zu finden. Vermittelt wird auch bundesweit in Berufsbildungswerke mit ganztägiger Betreuung, wie im Fall des Sohnes von Familie Lehmann aus Schönebeck.

Die Ausbildungsmöglichkeiten für behinderte Jugendliche sind vielfältig und werden für jeden Einzelfall geprüft. Kann er eine zweijährige überbetriebliche Ausbildung mit Stütz- und Förderunterricht schaffen oder ist eine theoriegeminderte, mehr praktische Ausbildung zum Fachwerker sinnvoller? Wer laut Gutachten des psychologischen Dienstes noch nicht die nötige Ausbildungsreife hat, braucht andere Unterstützung als junge Leute, denen eine ausreichende Leistungsfähigkeit attestiert wurde. Annette Krause freut sich über jeden Fall, bei dem sie und ihre Kollegen beim Einstieg ins Berufsleben helfen und beraten konnten.

Außer jungen Leuten, bei denen das Ziel eine Ersteingliederung in den Arbeitsmarkt ist, kümmert sich der Reha- und Schwerbehindertenbereich auch um Erwachsene, die aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in ihrem früheren Beruf arbeiten können. So lange noch keine 15 Jahre Rentenversicherungspflicht erreicht wurden, ist die Arbeitsagentur der zuständige Reha-Träger. Nach entsprechenden ärztlichen Gutachten werden dort dann die beruflichen Reha-Möglichkeiten geprüft.

In dem Magdeburger Team werden Betroffene nicht nur aus der Landeshauptstadt, sondern auch aus den Landkreisen Börde, Jerichower Land und dem Schönebecker Bereich des Salzlandkreises beraten und betreut.

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