Anfang Mai dieses Jahres stach Familie Dippe aus Magdeburg in See. Aber Air Maritime Seereisen GmbH hatte sie eine Tour mit der MS "Cristae" gebucht. Doch bei der Ausschiffung passierte es, einer der Koffer überstand das Prozedere nicht ohne ersichtliche Spuren.

Der Schaden (etwa 100 Euro) wurde noch an Bord von der Schiffsbesatzung dokumentiert, quittiert und einige Tage später von den Urlaubern a. D. zwecks Regulierung an die Seereisen GmbH geschickt. Doch getreu dem Motto "Gluck, gluck, weg war sie" breitete sich über dem Geschehen eine Welle des Schweigens aus. Im Juni und Juli griff Monika Dippe deshalb zum Telefon, um dem Schweigen auf den Grund zu gehen. "Mir wurde mitgeteilt, dass der Schaden nicht beglichen wird", so die Magdeburgerin in ihrem Schreiben an die Redaktion Leseranwalt.

Nicht, dass sich unsere Leserin sofort hilfesuchend an die Redaktion wandte. Diesen Kurs nahm sie erst auf, nachdem auch ihre private Versicherung jegliche Regulierung ablehnte. Gezahlt werde nur bei Verlust, hieß es dort. "Ich wende mich mit dieser Problematik an Sie, in der Hoffnung, zu meinem Recht zu kommen", schrieb unsere Magdeburger Leserin Monika Dippe in ihrem Brief.

Unsere Redaktion nahm Kontakt zur Reederei auf. Mit Erfolg. "Ich habe heute ein Schreiben der Reederei bekommen. Die Schadensregulierung wird nun doch übernommen und das Geld auf mein Konto überwiesen", teilte uns Monika Dippe vor kurzem sehr erfreut mit.