Magdeburg (vs) l Rund 16 Millionen Einpersonenhaushalte gibt es in Deutschland. In jedem landen wöchentlich rund ein Kilogramm vermeidbare Lebensmittelabfälle in der Tonne. Wer bewusster einkauft und einige einfache Tipps beherzigt, kann diese Abfälle reduzieren. Die Initiative "Zu gut für die Tonne!" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zeigt, wie Alleinlebende unnötige Lebensmittelabfälle vermeiden können.

Auf Packungsgröße achten: Wer alleine lebt, sollte sich beim Einkaufen immer fragen: Schaffe ich es wirklich, die XXL-Packung aufzubrauchen? Frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse sollte man lieber stückweise kaufen, kleinere Mengen Käse, Fleisch und Fisch bekommt man an der Theke. Lebensmittel, die nach dem Öffnen der Packung schnell schlecht werden, kauft man besser in kleinen Portionen. Lang haltbare Lebensmittel können ruhig in größeren Packungen lagern - genau wie Tiefkühlware. Gibt es nur eine große Packung, dann den Rest portionsweise einfrieren.

Den Vorrat im Auge behalten: Wer allein lebt, kauft deutlich weniger auf Vorrat, besucht aber häufiger als Familien Lebensmittelgeschäfte. Das ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Leider macht das empfänglicher für die Verlockungen im Supermarkt. Dagegen hilft eine gute Vorratshaltung. Sie verhindert überflüssige Einkäufe und spart zudem Zeit und Geld. Lagern kann alles, was lange haltbar ist: Mehl, Nudeln, Reis, Öl, Konserven, Kartoffeln, Honig, Marmelade. Im Kühlschrank stehen sollten Zutaten, die man regelmäßig benötigt: Eier, H-Milch und Butter. Den Überblick behält, wer Menge und Haltbarkeit der einzelnen Vorratslebensmittel in eine Liste einträgt. Neue Vorräte immer nach hinten stellen. So werden die älteren Vorräte immer zuerst aufgebraucht und können nicht verderben.

Planen, was man isst: Gegen Abfälle hilft ein Essensplan für die kommende Woche. Dieser sollte auch den Verbrauch von Resten der Vortage vorsehen. Damit nichts verdirbt, sollte man Zutaten einplanen, die mehrfach verwendbar sind, beispielsweise sowohl als Suppe, als Beilage oder auch als Hauptzutat. Das spart Zubereitungszeit, denn einmal Kochen ergibt gleich mehrere Mahlzeiten. Gut dafür geeignet sind zum Beispiel Kartoffeln, Nudeln, Reis, eine Fleischsorte oder Karotten, Kürbis und anderes haltbares Gemüse.

Anfallende Reste kreativ verwerten: In vielen Singleküchen sind einfache, schnell zubereitete Rezepte beliebt. Zugleich entpuppen sich gerade gängige Zutaten mit etwas Kreativität als die wahren Stars der Resteküche. Ein Beispiel: Mit Tomaten, Gurken, Käse und Baguette lassen sich gleich drei Tage bestreiten. Einen Tag gibt es überbackenes Baguette, einen Tag Armer Ritter aus Baguette-Scheiben mit Tomatensalat und am dritten Brotsalat. Gemüse kann man gut für Pfannengerichte, als Suppe oder als Auflauf verwerten.

Gekochtes länger aufheben: Wenig kochen lohnt nicht, also lieber gar nicht? Falsch! Gekochtes wie Suppen, Gemüse, Fleisch- und Nudelgerichte lässt sich portionsweise abgepackt einfrieren - in der ganz persönlichen Singlegröße. Wenn es mit dem Essen einmal schnell gehen soll, gekochte Reste einfach aufwärmen.