Magdeburg (vs) l Erkältung, Grippe, Husten, Schnupfen, Heiserkeit - jeder kennt die lästigen Symptome von Atemwegsinfektionen. Hervorgerufen werden sie hauptsächlich durch Bakterien und Viren. Menschen mit einem gesunden Immunsystem überstehen die Angriffe der Krankheitserreger meist besser als Kleinkinder, ältere und kranke Menschen mit einem geschwächten körpereigenen Abwehrsystem. Gegen schwere bakterielle Infektionen können die Ärzte Antibiotika einsetzen. Gegen Influenza-Viren gibt es Schutzimpfungen. Hinsichtlich der Wirksamkeit und des Risikos ihres Einsatzes bestehen jedoch bei vielen Patienten Unsicherheiten und Ängste. Deutlich wurde das in jüngster Zeit in der öffentlichen Diskussion um die "Vogel- und Schweine-grippe".

Vor anderen Problemen steht die Medizin bei bakteriellen Infektionen. Durch die Entdeckung der Antibiotika im vorigen Jahrhunderts, konnten solche, oftmals zum Tode führenden Krankheiten wie Tuberkulose und Lungenentzündungen deutlich reduziert werden. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die "Waffe" der Antibiotika jedoch zunehmend stumpfer.

Die bakteriellen Erreger haben Schutzmechanismen gegen viele Antibiotika entwickelt und dazu hat auch die fehlerhafte und zu häufige Anwendung der Antibiotika beigetragen. Die betroffenen Patienten genesen nicht und können sogar sterben. Überträger der resistenten Erreger können auch gesunde Menschen sein. Davor schützen Hygiene-maßnahmen, die jedermann kennen und lernen sollte.

Beim nächsten Medizinischen Sonntag am 23. Februar - einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Urania, Volksstimme und Universitätsklinikum - geht es um die Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten von Infektionen der Atmungsorgane - unter Anbetracht der zunehmenden Resistenz gegen medikamentöse Wirkstoffe. Die Referenten sind Prof. Dr. Jens Schreiber, Chefarzt des Fachbereiches Pneumologie, und Prof. Dr. Dirk Schlüter, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Magdeburg.

Der Medizinische Sonntag beginnt um 10.30 Uhr im Uni-Hörsaal 1 an der Pfälzer Straße (neben der Uni-Bibliothek). Der Eintritt ist frei.