Magdeburg (vs) l Wohl jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens schon einmal Magenbeschwerden gehabt, ob Schmerzen, Völlegefühl, Blähungen, frühes Sättigungsgefühl, Übelkeit oder Erbrechen.

Für manche Menschen wird dieses Unwohlsein jedoch zu einem Dauerbegleiter. Es gibt kaum ein Beschwerdebild, hinter dem sich so viele verschiedene Krankheiten verbergen können: Reizmagen, Magenfunktionsstörungen, Entzündungen der Magenschleimhaut oder Geschwüre und nicht zuletzt eine bösartige Erkrankung.

Meist ist es der Lebensstil, der auf den Magen schlägt: Oft hilft es schon, bewusster und fettärmer zu essen. Treten Magenbeschwerden jedoch länger anhaltend auf, sollte ein Arzt konsultiert werden. Insbesondere dauerhafte oder regelmäßig wiederkehrende Oberbauchschmerzen können ein Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen wie Gastritis oder Magen-/Darmgeschwüre sein.

Verantwortlich ist in vielen Fällen das Bakterium Helicobacter pylori. Der Erreger lebt unbehelligt von der Magensäure in der Schleimhaut, kann, aber muss nicht mit Beschwerden verbunden sein. Eine frühzeitige Beseitigung des Helicobacter schützt vor der Entstehung von Geschwüren und Magentumoren, die sich ansonsten bei einer unbehandelten, jahrelang bestehenden Schleimhautentzündung im Magen entwickeln können.

Wie kann dieser Keim nachgewiesen werden und wie wird man ihn wieder los? Was hilft bei Gastritis und Reizmagen? Das Thema Magenerkrankungen steht im Mittelpunkt beim nächsten Medizinischen Sonntag am 30. März in Magdeburg. Referenten sind Prof. Dr. Peter Malfertheiner und Dr. Arne Kandulski von der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie.

Der 112. Medizinische Sonntag - eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Volksstimme, Urania und Universitätsklinikum Magdeburg - beginnt um 10.30 Uhr und findet im Uni-Hörsaal 1, Gebäude 26 (Nähe Uni-Bibliothek) in der Pfälzer Straße statt.